Neuchâtel Xamax FCS
FC Aarau

Aug
18
16:00
22.08.2013 10:02 - geschrieben von Neuchâtel Xamax FCS
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Regionale Presse : L'Express/Arcinfo.ch : Die fünf fatalen Minuten von Neuchâtel Xamax FCS

Vor 4119 Zuschauer müssen sich die Neuenburger gegen den FC Aarau im Schweizer Cup geschlagen geben.

Kurz vor Beginn der Saison hatte sich der Präsident von Neuchâtel Xamax FCS über seine geheimen Wünsche geäussert…: Einzug ins 1. Liga Final und den FC Aarau im Schweizer Cup schlagen. Ein Ziel wurde leider bereits verfehlt denn der FC Aarau ging letzten Sonntag mit einem hart erkämpften 3-1 als Sieger vom Platz.

Diese Niederlage lässt aber das breite Lachen auf dem Gesicht des Präsidenten Christian Binggeli nicht verschwinden: "Ich habe geträumt… 5 Minuten lang! Trotz allem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns tapfer gegen eine Super League Mannschaft gewehrt und das vor einer absolut einmaligen Kulisse“. Die Neuenburger waren zahlreich gekommen, wohl auch weil sie wussten, dass sie so ein Spiel nicht oft zu sehen bekommen werden.

Die Begeisterung der Zuschauer aus den Rängen der Rouge et Noir erklärt sich bestimmt durch das qualitativ hochstehende Spiel das diese junge Mannschaft gezeigt hat. Trotz der Tatsache, dass der Gegner 3 Kategorien höher engagiert ist, hat sich Xamax nie versteckt und ist seiner offensiven Spielphilosophie treu geblieben. „Wir haben nie zugemauert“ erklärt der Neuenburger Trainer Roberto Cattilaz mit einem verständlichen Stolz.

Witschis Bedauern

Trotz ebenbürtigem Spiel mit dem Super League Team, merkte man den Klassenunterschied dennoch in den entscheidenden Phasen. Nach der Führung durch Freistoss von Doudin in der 41. Minute (nach bereits mehreren ernsten Vorwarnungen vor Königs Tor) wurde Xamax fahrig. Weniger als 5 Minuten nach dem Führungstreffer konnte Aarau zuerst vor der Halbzeit (43. Minute) und gleich nach der Pause (47. Minute) das Spiel drehen. « Uns war klar, dass eine Super League Mannschaft sofort zum Ausgleich anspielen wird , und dass sich jegliche Fehler sofort in Tore ummünzen » meint Roberto Cattilaz.
Der Verteidiger Kiliann Witschi ist enttäuschter. "Ich bedaure dieses Ausscheiden ausserordentlich, denn wir hatten es in der Hand einen grossen Coup zu landen. Wir waren nach dem 1-0 zu euphorisch und konnten unsere Emotionen mental nicht ausgleichen. Wir hätten aufmerksamer bleiben sollen, insbesondere im Spiel ohne den Ball. Das Resultat waren gravierende Positionsfehler. Ich sehe das jedoch als Lehre – und hoffe auf besseres Gelingen in der Zukunft!

Xamax war im Grossen und Ganzen beeindruckend. Auch der Aarauer Coach, René Weiler gibt zu: „Wir haben ein schönes Spiel gesehen, mit einem unglaublichen Publikum in einem sehr schönen Stadion. Es ist äusserst selten auf so ein starkes 1. Liga Team zu treffen. Unser Glück war, 2 Tore im richtigen Moment zu erzielen.“ Oder wie man im richtigen Moment Salz in die Wunde schüttet….

Stolze Haltung

Xamax wurde umspielt, zeigte aber auch einen soliden Charakter. Trotz Rückstand gegen ein Team aus der Super League, welches dazu auch schon bereits 4 Meisterschaftsspiele absolviert hat, hätten sich die Rouge et Noir aufgeben können. Aber nein, sie spielten weiter, mit voller Kraft. „Die Haltung der Mannschaft hat mich beeindruckt“ meint dazu auch Roberto Cattilaz.
Die Neuenburger konnten sogar die Kadenz erhöhen und erspielten sich einige sehr gute Chancen vor dem Aargauer Tor. Der Ausgleich lag in der Luft, besonders als El Allaoui, alleine vor dem Torpfosten, einen schön ausgeführten Corner von Doudin nicht richtig einzuköpfeln vermochte. Was solls, es hat nicht geklappt, trotz grossem Mut, trotz unermüdlichem Einsatz, auch von den jungen Ersatzspielern (z.B. Lo Vacco, 83. Minute). Eine wunderbare Teamleistung die zum Schluss auch wegen der kompletten Offensive zum 3-1 für Aarau führte. Wobei dieser 3. Treffer auf Konter der Aargauer nicht wirklich im Herzen der Neuenburger zählt.
"Wir müssen uns für unsere Leistung ganz bestimmt nicht schämen" , meint Kiliann Witschi. "Wir haben dem begeisterten Publikum ein tolles Spektakel geboten."
Der Haken ist wohl, dass dieses Spiel gegen Aarau so ausserordentlich war, wie der Zuschauerauflauf. Die Realität der 1. Liga wird die Neuenburger rasch wieder einholen, denn beim Spiel gegen Luzern II, der 2. Mannschaft der Innerschweizer, wird Xamax merklich zurück in der Anonymität landen. Motivation beibehalten wird wohl die Devise des jungen Teams sein…
"Ich habe intelligente Spieler, sie werden diese Situation meistern", versichert der Trainer. Alle wollen baldmöglichst ähnliche Spiele wie gegen Aarau erleben – Trainer, Spieler, Zuschauer - zumindest was die Ambiance betrifft. Der Weg in höhere Ligen wird steinig und lang, dennoch hat sich Xamax genau dieses Ziel gesetzt. Und es scheint fast so, als wollten sie eben genau dieses Ziel nicht mehr aus den Augen lassen!

BACKSTAGE

NACHZÜGLER
Trotz Bitte des Clubs, den Vorverkauf zu benutzen, konnten sich viele Zuschauer erst am Tag X entscheiden und mussten sich wegen ihrer Unentschlossenheit auch 10 Min. nach Spielbeginn noch in Geduld üben und lange an der Kasse anstehen (photo Christian Galley).

MUSIK
Südamerikanische Rythmen, interpretiert von der Neuenburger Gruppe Guarana Goal, selbstverständlich im rot-schwarzen Shirt, und heisse Zumba-Tanzeinlagen haben die 15 Minuten Halbzeit angenehm gefüllt.

DOPPELSCHLAG
Am Vortag noch den Anstoss gebend beim Spiel FC La Chaux-de-Fonds- Servette (was Sonntag durch die Xamax-Legende Robert Lüthi unter grossem Applaus ausgeführt wurde) genoss Bernard Challandes am Tag darauf das Spiel in der Maladière. Ein Neuenburger durch und durch!

WIEDERHOLUNGSTÄTER
Der Aufruf des Clubs wurde ignoriert und das Tor von Neuchâtel Xamax FCS wurde von einigen Fans mit Pyros gefeiert. Nun kommt die nächste Busse….

GETEILTE FREUDE
Frédéric Page, Trainer der Neuenburger U18 versichert, sich in diesem Cupspiel für Neuchâtel Xamax FCS stark gemacht zu haben. „In der Super League gehört meine ganze Aufmerksamkeit aber dem FC Aarau, meinem Juniorenclub“ so Frédéric Page.

Die unglaubliche Maturität des jungen Kevin Pianaro
Ruhig und besonnen, gut platzierte Pässe – unglaublich wie professionell sich der junge Spieler vis-à-vis eines Super League Teams geschlagen hat. Im Juni erst 19 Jahre alt geworden, strahlt Piannaro bereits viel Selbstvertrauen aus. Dabei war dieser bei Xamax ausgebildete Spieler – er ist seit der U13 ein Rouge et Noir – letzte Saison, in der 2. Liga, nicht mal Stammspieler!

"Stimmt, es ist schon etwas verrückt", bestätigt der Abwehrspieler, "aber das Niveau des Gegners und die Begeisterung des Publikums waren für mich mehr Motivation als Druck“.

Eher geizig was Komplimente eines einzelnen Spielers betreffen, gibt Roberto Cattilaz diesmal erfreut zu: "Kevin hat eine gute Leistung gezeigt, aber er ist nicht das einzige junge Talent in der Mannschaft. Die Gefahr ist halt immer, dass die Jungen alles sofort wollen. Sie müssen verstehen, dass ihre Chance kommen wird, wenn sie dafür bereit sind. Wenn sie von Beginn an mehr Spielminuten fordern, sind sie bei Xamax fehl am Platz.

Die Geduld ist auch bei Kevin Pianaro ein guter Ratgeber. „ Ich habe bei den Vorbereitungsspielen gute Leistungen erbracht und als sich Thibaut de Coulon verlezte, hatte halt ich meine Chance“. Wenn de Coulon zurückkommt, wird er seinen Platz zurückerobern müssen. „Das Gesetz der Konkurrenz“ meint der Trainer. „Kevin muss jetzt weiterarbeiten und nicht denken, es ist alles bereits erreicht. Er muss sich nun beweisen“.

Der junge Mann ist sich dessen bewusst. „Ich stelle mich jederzeit neu in Frage. Mit Spielern wie Doudin, Witschi, Walthert und Schneider zu trainieren ist ein grosser Vorteil“. Dennoch setzt der junge Mann nicht exklusiv auf Fussball: nach der kaufmännischen Berufsmaturität beginnt er diesen Herbst ein Studium an der Hochschule für Wirtschaft. Klar „Fussballprofi“ ist sein Ziel, aber ein 2. Standbein ist immer gut. Wobei sich das 1. nun bestimmt seit dem Spiel gegen Aarau etwas gefestigt hat…
 

Quelle: http://www.arcinfo.ch/fr/nosdossiers/xamax/articles/cinq-minutes-fatales-a-xamax-fcs-1139-1209760

Résumé du match

Neuchâtel Xamax FCS - FC Aarau 1 : 3 (1 : 1)

Stade de la Maladière : 4119 spectateurs.

Buts: 41e Doudin Charles-André, 43e Burki Sandro, 47e Gonzalez Alexander, 90e+5 Burki Sandro

Neuchâtel Xamax FCS: Randaxhe Jérémy (75e Ramseyer Caryl), Lara Jonathan, El Allaoui Yassine, Witschi Kiliann, Doudin Charles-André, Pianaro Kevin (85e Lovacco Fabio), Sallaj Valmir, Rodriguez Mickaël (59e Chatton Loïc), Schneider Jérôme, Gomes Mike, Erard Maël

FC Aarau: Callà Davide (67e Senger Dante Adrian), König Swen, Foschini Sandro, Ionita Artur, Nganga Igor, Gonzalez Alexander (76e Teichmann Christopher), Jäckle Olivier, Marazzi David, Schultz Alain (85e Romano Daniele), Burki Sandro, Jaggy Kim

Moments importants

  • 90e+5
    Buteur : Burki Sandro. La messe est dite. Burki s'offre un doublé en lobant Sallaj en contre-attaque.
  • 69e
    Gros cafouillage dans la défense argovienne ! Mais c'est finalement dégagé.
  • 65e
    Lara est lancé sur le flanc gauche et adresse un superbe centre à destination d'El Allaoui et Chatton, mais un pied argovien dévie de justesse en corner !
  • 63e
    4'119 spectateurs cet après-midi au stade de la Maladière !
  • 59e
    Sur un corner flottant, le gardien adverse se troue, El Allaoui se retrouve seul au second poteau mais est surpris et n'arrive pas ajuster le but vide ! Quel dommage !
  • 49e
    Gomes reprend de volée un ballon dégagé de manière hasardeuse par la défense argovienne. Le gardien est battu... mais ça passe de justesse à côté !
  • 47e
    Buteur : Gonzalez Alexander Passeur : Callà Davide. Et ça repart très mal pour Xamax, Gonzalez hérite d'un centre en retrait de Callà et ajuste le but à bout portant.
  • 22e
    Grosse occasion pour Xamax sauvée sur la ligne!
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